Chefdirigent Michael Hofstetter

Michael Hofstetter, geborener Münchner und ehemaliger Professor für Orchesterdirieren und Alte Musik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, gilt als einer der meist gefragten Barockspezialisten weltweit und als Experte im Bereich historische Aufführungspraxis.

Hofstetter ist seit 2005 Chefdirigent des Chors und des Orchesters der Ludwigsburger Schlossfestspiele, seit 2006 Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters und für die Spielzeit 2012/13 designierter Chefdirigent des “recreation”-Orchesters Graz. Darüber hinaus kehrt er wieder als Generalmusikdirektor nach Gießen zurück, wo er seine Karriere begann.

Michael Hofstetter machte sich insbesondere einen Namen durch die von der Presse bejubelte Zusammenarbeit mit dem Regisseur Herbert Wernicke für Opern wie Händels Alcina und Giulio Cesare. Ihr letztes gemeinsames Projekt Actus Tragicus, eine szenische Umsetzung von sechs Bachkantaten, ist seit nunmehr zehn Jahren auf Tour (und wurde zum Beispiel 2009 beim Edinburgh International Festival aufgeführt).

Seit 1999 dirigiert er als regelmäßiger Gast bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe. Die Ludwigsburger Schlossfestspiele prägte er durch Ersteinspielungen von Werken von Salieri, Gluck, Cimarosa und Hasse sowie durch eine posthume Welturaufführungen von E.T.A. Hoffmann.

Allerdings geht Hofstetters Repertoire weit über Barockmusik hinaus. Mit dem Stuttgarter Kammerorchester arbeitete er umfangreich an zeitgenössischer Musik, zum Beispiel an Werken von Moritz Eggert und Helmut Oehring. Bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen feierte die Presse zuletzt seinen Erfolg der Aufführungen von Schumann, Berlioz und Verdi auf Originalklanginstrumenten. 2011 veröffentlichte das Label OehmsClassics seine vielbeachtete Live-Aufnahme von Verdis Il Trovatore.

Im Fachmagazin “Opernwelt” wurde er in der jährlichen Kritikerbefragung mehrmals als “Dirigent des Jahres” genannt; zuletzt 2011 wegen seiner Produktion von J. A. Hasses Didone Abbandonata im Prinzregententheater in München. Ihm wurde die Robert Stolz Medaille für sein Engagement im Bereich Operette verliehen und seine Arbeit bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen wurde mit dem Horst Stein Preis gewürdigt.

Michael Hofstetter ist ein häufiger Gast an vielen renommierten Opernhäusern, bei Orchestern und Festivals, so zum Beispiel an der Bayerischen und an der Hamburgischen Staatsoper, der Komischen Oper Berlin, der Royal Opera Copenhagen, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, der Welsh National Opera, der Houston Grand Opera, der NDR Radiophilharmonie Hannover und bei den Salzburger Festspielen. Zahlreiche CDs wurden unter seiner musikalischen Leitung bei OehmsClassics, CPO, Orfeo, Deutsche Grammophon, SONY und Virgin Records veröffentlicht.

Zukünftige Engagements führen Michael Hofstetter an die Staatsopern in Berlin und Stuttgart, die English National Opera, die  Opéra Royal Versailles und zur Styriate nach Graz.